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Spruchreif: Druckreif!

Nicht nur, dass unser Hexenkater gerade Geschichten und Anekdoten zum Thema "Meine Katze, ihre Marotten und ich" von euch anfordert. In der Hexenkater-Redaktion wurde nämlich "das Thema" schlechthin ausgesprochen bzw. aufgeschrieben.

Jawohl, es geht an das Thema "Buchdruck". Aber nein, der Hexenkater hat diesbezüglich erstmal Sendepause. Denn erstmal hält dafür wie immer mein Versuchskaninchen her! ^o^


von Bitterweg. Das DuneburgDebakel wird gedruckt

Jap, es wird Zeit für den nächsten Schritt. Und weil es bisher so gut geklappt hat und es zu guter letzt mein Debütroman ist und bleibt, darf von Bitterweg. Das DuneburgDebakel wieder einmal als Versuchskaninchen für das erste gedruckte Buch aus meiner Feder herhalten. ^_^


Woher diese spontane Eingebung?

Ehrlich gesagt, ist sie gar nicht so spontan. Bis vor Kurzem - bevor das eBook sich auf die Eroberung des Büchermarktes machte - schrieb man Bücher ja zumeist, damit sie auf Papier gedruckt werden. Das gilt auch für meine Geschichte von Bitterweg. Als ich 2011 mit dem Schreiben begann, waren eBooks nämlich noch ominöse Zukunftsmusik und dieser Selfpublishing-Boom entwickelte sich auch erst ein paar Jahre später.

 

Mit Tyrrin Hexenkater liegt es da schon etwas anders, da es sich dabei um eine Blog-Geschichte handelt, die im Übrigen auch anders als ein typischer Roman entsteht. Aber ich denke, es ist besser, wenn ich euch in einem anderen Beitrag davon mehr erzähle, weil ich sonst komplett vom Thema abschweife. ^^'

 

von Bitterweg war jedenfalls von Anfang an als gedrucktes Buch gedacht. Nach wie vor denke ich jedoch, dass der Weg mit einer Erstveröffentlichung als eBook ohne Frage die richtige Entscheidung für mich war, um in der Buchbranche erste Erfahrungen zusammeln und auch um mich als Autorin zu profilieren. Denn es ist eben so, wie es ist. Wenn man als Autor nichts veröffentlicht hat, wird man zumeist auch nicht als Autor oder gar Schriftsteller gesehen. Dementsprechend gering gestalten sich die Chancen bei einem größeren Verlag unterzukommen. Umso wichtiger ist es, die Chancen zu nutzen, die man heutzutage als Autor im Rahmen des Selfpublishing hat. Und ich bin weiterhin der Ansicht, dass es gerade für junge und verlagsunabhängige Autoren unerlässlich ist, die eigenen Werke als eBook zu veröffentlichen. Dabei geht es im Übrigen nicht darum, dass man auf diesem Wege reich wird oder so, sondern darum, dass es einem einen Haufen Arbeit erspart. Denn man landet automatisch in allen großen Online-Buchläden - kann also "gegoogelt" werden - und wird erst einmal von einer relevanten Instanz des Buchhandels in einem System erfasst, das eure Arbeit im Fall der Fälle vielleicht sogar irgendwann für relevant erklärt, wenn die Zahlen stimmen. (An Letzerem arbeite ich übrigens noch. ^.^)

 

Das einzige große Manko, welches die Veröffentlichung als eBook mit sich bringt - und worüber ich mir viel und lange den Kopf zerbrochen habe - , ist, dass dem eBook das Greifbare, das wortwörtlich Handfeste fehlt. Aber auch das, lässt sich durch Einfallsreichtum lösen. In meinem Fall waren das bisher z.B. ein paar Guerilla-Marketing-Aktionen, der Geschichten-Blog, Flagge zeigen auf Messen und Conventions sowie der Kontaktaufbau zu anderen Autoren und Bloggern.

 


Warum aber tue ich mir das mit dem Buchdruck trotzdem an? ^.^

Es kam mir ehrlich gesagt gerade gelegen. ^_^

 

In meinem letzten Blogbeitrag hatte ich ja schon geschrieben, dass wir auf der Unicon in Kiel ein paar wichtige Anregungen erhalten haben. Dabei handelte es sich jedoch in erster Linie um Anregungen, welche es mir ermöglicht haben, meine Geschichten auf eine greifbare Ebene zu heben. Hierzu nenne ich einfach mal die Stichwörter "Fan-Artikel" und "Merchandise". ^.~ Genaueres dazu kann ich euch allerdings erst später auftischen. Dennoch stand quasi schon kurz nach der Unicon für mich fest, dass mein wirtschaftlicher Status als rein freiberufliche Autorin nicht mehr ausreicht, wenn ich als Autorin mehr Leser erreichen möchte. Ordentlich Papierkram und Klärungsbedarf waren somit nun ganz offiziell für mich in Sicht. ^.^'

 

Tja, und wenige Wochen später, bekam ich beim Autorenstammtisch dann den Tipp, dass die Sache mit dem Buchdruck, gar nicht so unbedingt über diese Print-on-Demand-Portale (also mit Druck auf Bestellung) oder dergleichen mit meist schockierend hoch eingestuften Buchproduktionskosten (ohne Lektorat, Vertrieb etc.) laufen muss. Das Problem bei diesen Portalen ist nämlich zumeist, dass man zum einen Bücher in geringer Stückzahl zu abartig hohen Stückkosten produziert - z.B. für 10-15 Euro pro Buch mit ca. 260 Seiten, wobei der Autor oder der Buchhandel bisher noch keinen Cent daran verdient haben, sodass das Buch mindestens für 18 bis 20 Euro im Laden stehen muss, um wenigstens die Unkosten aller Beteiligten zu decken ... Und ich rede hier nur von einer Taschenbuchausgabe ohne festen Einband.

 

Ich für meinen Teil habe schon ziemlich früh beschlossen, dass meine Geschichten gelesen werden sollen und daher auch bezahlbar sein müssen. - Deshalb ja auch die bisherige Lösung: eBook. ^.~

 

Zum Anderen kann man die Bücher in diesen Portalen auch weit günstiger produzieren lassen, indem man für ein paar Tausend Euro gleich größere Auflagen druckt. Das war in Sachen gedrucktes Buch auch mein ursprünglicher Ansatz gewesen, mit der Absicht diese paar Tausend Euro durch die oben erwähnten Fanartikel oder auch eine Crowdfunding-Kampagne vorzufinanzieren. Na ja, so in etwa mein vager Gedanke kurz nach der Unicon ...

 

Doch wie gesagt, dann hab ich einen Tipp gekriegt (und am lebenden Beispiel gesehen), der mir für meine doch noch ziemlich experimentelle Herangehensweise an das Literaturgeschäft eine hervorragende Spielwiese eröffnet hat. Genau, es geht um den Druck von kleinen Auflagen mit einem vernünfigen Preisleistungsverhältnis. ^o^

 

 

Tja, und weil ich gerade so wie so beschlossen hatte, mich durch unbekümmertes Ausprobieren auf unternehmerisches Neuland zu begeben, dacht ich mir schließlich:

Och, so'n büschen Buchdrucken tut dann ja auch nich mehr weh. Also probierste das einfach mal, guckst, was passiert, und gibst dich bei der Gelegenheit mal als "seriöse" Autorin mit echten Büchern und so ... ^_^


Trilogie oder am Stück ...

So viel zum "Warum ausgerechnet jetzt?" und weiter zum "Warum ausgerechnet von Bitterweg Band 1?"

Vor geraumer Zeit - und bestimmt auch ein paar weitere Male zwischendurch ^^' - hatte ich irgendwo in diesem Blog geschrieben, dass von Bitterweg ursprünglich als geschlossener Roman geplant war und aufgrund der Umstände meines unabhängigen Autoren-Daseins zur Trilogie geworden ist. Auf diese Weise wurde mein Debütroman quasi wortwörtlich zum Versuchskaninchen zweckentfremdet ... Nun ja, und da ich für die Vervollständigung der Reihe wohl oder übel noch ein Weilchen brauche, halte ich es für nicht verkehrt, diese kleine Tradition ein weiteres Stück fortzuführen und so die nächste Etappe auf dem Buchmarkt anzugehen. Aber alles schön langsam Stück für Stück und mit Lerneffekt für meine anderen Buchprojekte, wie eben den Hexenkater und - meinen ersten Einzelband der, das verspreche ich euch hiermit hoch und heilig, einer bleiben wird - Zum Brückenschlag.

 

Nun, ihr Lieben, somit wisst ihr nun in etwa schon einmal, wohin es geht. Die Umsetzung wird allerdings noch eine Weile dauern. Erstmal gibt es ganz viel zu planen, zu besprechen und auch zu kalkulieren, vor allem für das nächste Jahr. Die zwei Kalender - einen für die Wand und einen für die Tasche - habe ich übrigens schon mal. ^.~ 


Eure Platti


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