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Tyrrin Hexenkater Release: Ein Rückblick mit Anteilnahme  

 So, nachdem ich auf dieser Website und dem Hexenkater-Blog (hoffentlich^^') jedes betroffene "Bald" in ein "Jetzt" geändert und mich von den Vorbereitungsstrapazen unseres Release-Events etwas rehabilitieren konnte, wird es Zeit, das vergangene Wochenende einmal im Rückblick zu betrachten. ^^

 

Und ja, ich meine mit Wochenende auch die jüngsten Ereignisse in Paris, die wahrscheinlich die meisten von euch in den unterschiedlichen Medien nachverfolgen konnten, aber genauso meine ich nicht nur diese ...


Der Hexenkater ist da!!! ^o^

Genau, ich fange bewusst mit dem beschwingten Teil meines heutigen Beitrags an. Zum Wieso komme ich daher dementsprechend später. ^.~

Es ist vollbracht! Nach über zwei Jahren Geschichten-Blog ist unser Hexenkater Tyrrin endlich auch im Buchhandel zu haben. Also haben wir zu diesem Anlass mal ein Facebook-Event bzw. ein Google+-Event ausgerichtet und es mit einem kleinen Guerilla-Marketing-Flashmob kombiniert. Die schönsten Momente habe ich der Einfachheit halber in entsprechendem Bildmaterial zusammengefasst.^^



Alles in Allem war es eine echt coole Tour, auch wenn sie sich räumlich nur auf die Rostocker Innenstadt beschränkte. Trotzdem, wenn wir vergangenen Samstag eines sind, dann aufgefallen. ^^ Außerdem haben wir ein paar hundert Hexenkater-Lesezeichen in den unterschiedlichen Buchhandlungen und sogar bei einigen unschuldigen Passanten, die den Blick nicht rechtzeitig von uns abwenden konnten, gelassen. Doch alles blieb noch im  Rahmen einer recht gesitteten Guerilla-Werbe-Tour. ^.~


Aber es ist schon bemerkenswert, wie viel Aufmerksamkeit man bekommt, wenn man zu zweit in ein Gespräch vertieft aber mit vier Schildern, auf denen "Miu, miu!", "Tyrrin!", "ACHTUNG: Hexenkater!" und "KittyKittyKitty!" steht, in der Fußgängerzone auf die  zwei anderen Begleiter (beim Shopping) wartet und dabei ausnahmsweise mal nicht direkt auf die Passanten zugeht. ^^' Ja, auch so etwas haben wir gemacht:  Einfach nur wirken lassen. ^.~


Ein fahler Beigeschmack - Business as usual?

Von den Anschlägen in Paris habe ich erst am Samstagmorgen erfahren, als ich den Fernseher anmachte und nebenher das Release-Posting mit der Gewinnspielverlosung auf dem Hexenkater-Blog fertig machte.


Ein komisches Gefühl. Auf der einen Seite die schlichte Bestürzung über das, wozu Menschen in der Lage sind. Auf der anderen Seite die Aufregung über das wochenlang geplant Release-Event und eine To-do-Liste, die es noch vor der Tour abzuarbeiten galt. Obendrein kam noch hinzu, dass ich bis spät in die Nacht gearbeitet hatte und etwas übernächtigt war. Ich fragte mich, wie ich reagieren sollte - insbesondere in Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit bei Facebook und Co. wo sich mir kaum, dass ich eingeloggt war, jede Menge Anteilnahmen und Trauerbekundungen präsentierten.


Letztendlich lief es dann so ab, dass ich mir einen groben Überblick über die Ereignisse verschaffte, und feststellte, dass bis dato über die Anschlagshintergründe nur spekuliert und vermutet wurde. Also beschloss ich hinsichtlich einer öffentlichen Stellungnahme erst einmal abzuwarten, bis mehr Fakten bekannt waren, um nicht noch mehr Gas in eine Blase der ungewissen Angst zu gießen. (Das ist eine dieser Angewohnheiten, die ich bei den modernen Medien zunehmend mit Skepsis beobachte.)


Ich ging vor, wie Wochen ja zum Teil Monate zuvor geplant. Wir machten unsere Tour, wobei wir nur kurz auf das Thema "Paris" zu sprechen kamen. Doch zum Ende unserer Tour kam für uns alle ein mulmiges Gefühl hinzu. Es wurde bereits dunkel in Rostock, als sich die Anhänger von 6 verschiedenen Gesinnungen zu - ja genau - 6 Demonstrationen zusammen sammelten. Und nachdem wir (nach einem ganzen Tag in der Innenstadt) in einem Kaufhaus plötzlich sehr deutlich von einem Wachmann gebeten wurden, die Schilder herunter zu nehmen, da wir in einem Privatgebäude seien und dort keine politischen Stellungnahmen erwünscht wären, zogen wir es vor, das Feld zu räumen. Gut, dass eine Demo geplant war, hatten wir im Vorfeld schon mit bekommen. Aber 6 Demonstrationen zum Thema "EU-Flüchtlingspolitik" überstiegen dann doch unsere Erwartungen. Na ja, und dank der jüngsten Ereignisse in Paris und der schon am Morgen emotional sehr geladenen Situation in den Medien ... Also, mit Schildern (auch wenn sie hauptsächlich nur dadaistische Aussagekraft versprühten) mussten wir uns nun wirklich nicht in dieses Getümmel begeben ... ^^'


Angst taugt nicht zum klaren Denken ...

Ich finde es furchtbar, was vergangenen Freitag in Paris geschehen ist, und spreche den Opfern und ihren Angehörigen aufrichtig meine Anteilnahme aus.


Außerdem möchte ich mich dafür aussprechen, nicht einfach in eine unbestimmte Angst zu verfallen. Ja, es war ein Anschlag von Terroristen. Und ja, es könnte immer wieder passierten und auch so gut wie überall. Doch das ist noch lange kein Grund, das gesunde Denken auszuschalten, damit aufzuhören Fragen zu stellen, einen ohnehin schon geschundenen Sündenbock zu schlagen oder sich gar in eine selbst errichtete Sicherheitszone zu verziehen. Denn ist es nicht genau das, was diese Terroristen wollen - uns von unserer Mündigkeit und unserer Freiheit entbinden?


Aus diesem Grund habe ich den beschwingten Teil, dieses Beitrags mit voller Absicht gleich vorangestellt. Die Welt dreht sich weiter. Und zumindest dort, wo wir leben, haben wir beachtlich viele Freiheiten, von denen Menschen in anderen Ländern der Welt bestenfalls träumen können. Ich denke - ist es da nicht nicht das Einfachste, genau diese Freiheit zu verteidigen, indem wir sie Tag für Tag schlicht und einfach nutzen?


Eure Platti


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