Das Buchmesse-Spektakel in Leipzig

Die Leipziger Buchmesse ist gerade einmal zwei Tage her und nach einem zum Glück sehr gemächlichen Tag des Heimfahrens, möchte ich den heutigen Tag endlich einmal nutzen, um meine verschieden Eindrücke einzuordnen. ^.^

 

Und, wie versprochen, kommen wir heute natürlich zu dem bildgewaltigsten Beitrag meiner "Wir sind/waren auf der Leipziger Buchmesse 2015"-Reihe. ^.~

Ab durch die Messe


Der zweite Tag der Leipziger Buchmesse beginnt. Der Andrang mehrt sich!
Der zweite Tag der Leipziger Buchmesse beginnt. Der Andrang mehrt sich!

Nachdem wir den Messe-Donnerstag ausgiebig für den ersten Eindruck und unsere Orientierung nutzen konnten, haben wir uns für die folgenden Messe-Tage einen konkreten Plan zurechtgelegt. Wie sich herausstellte, war dies auch das Beste was wir machen konnten. ^^'


Doch bevor es ins Detail geht, ist hier erst einmal der im wahrsten Sinne des Wortes bildliche Einblick. ^o^


Der Messe-Freitag - Ein Rundumblick


An unserem zweiten Messetag haben wir uns mal so richtig ins Programm gestürzt. Gut, am Donnerstag waren wir schon versehentlich (geplant) in eine sehr jugendgerechte Veranstaltung zum Thema Kriminalforensik hineingeraten. Doch nach dieser Lesung wussten wir erst wirklich, worauf wir bei unserer Planung für die kommenden Tage zu achten hatten. ^.^'


So sind wir am Freitag schließlich auf einer Lesung zum Thema Patientenkommunikation mit dem Doktor gelandet, die uns in eine Art Wohlfühlsprechstunde versetzte. (So etwas kann passieren, wenn man sich in Begleitung von drei Medizinisch technischen Laborassistentinnen auf die Buchmesse begibt.^.^') Aber doch, ja, es war schon interessant und ich habe auch gelernt, dass ich wohl einen ziemlich guten Hausarzt habe. ^.^


Anschließend haben wir zusammen mit sehr, sehr vielen anderen Menschen an einem Poetry-Slam (zu Deutsch "Dichterwettstreit") teilhaben dürfen. Ich gebe zu, dass ich mir so etwas zum ersten mal angesehen habe, und denke schon, dass es eine Erfahrung Wert war - sofern man denn etwas versteht... ^.^' Für mich persönlich muss ich allerdings einräumen, dass die kurzen realalltagsgeschichtlichen Literaturergüsse nicht wirklich meinen Geschmack treffen. Da treibt es mich doch eher zu längeren Geschichten der Phantastik, Science Fiction oder auch mal Horror-Literatur. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. ^.~


Jedenfalls sollte es euch nun nicht wundern, dass es uns danach auch zu einer Fantasy-Lesung gezogen hat. Zum einen aus Neugier meinerseits, um mal zu sehen, wie so etwas eigentlich abläuft oder ablaufen kann - doch mehr dazu gibt es in meinem nächsten Beitrag -, und zum anderen weil es um das Thema "Drachen" ging - ausschlaggebend hierfür war übrigens die Vorliebe einer meiner Mitreisenden. ^.^


Tja, und weil wir dann noch Zeit und Muße hatten, verschlug es uns nochmals mitten in das Herz der Manga-Comic-Convention zu einer Diskussionsrunde zwischen Verlag, Manga-Zeichner und Fan-Gemeinde. Auf der Leipziger Buchmesse war es die erste Veranstaltung dieser Art und es klang auch am Anfang noch recht interessant, doch Luft nach oben - vor allem in Hinsicht auf die Moderation als lenkende Instanz - gab es trotzdem noch. An dieser Stelle hoffe ich für das nächste Jahr einfach mal auf die Erfahrungswerte. ^-^


Der Messe-Sonntag - Die Erkundung geht weiter


Ganz genau ihr seht recht: Ich lasse den Messe-Samstag jetzt einfach mal aus.^.^


Nun, und was nun unser konkreter Plan für Sonntag war ... Also, wir bemühten uns alles - wenigstens anstandshalber - abzugrasen, was wir bis dato ausgelassen hatten. Damit meine ich im Besonderen in Messehalle 4, die wir an Tag 1 und 2 weder betreten, noch irgendwie versehentlich gestreift hatten. ^.^'


Außerdem waren wir bestrebt, genau die - interessanten - Themenbereiche noch mal genauer anzugucken oder aufzusuchen, die wir bisher nur grob tangieren konnten. Dazu gehörten u.a. eine gezieltere Tour durch das Fantasy-Areal in Halle 2, die Cosplayer Jagd auf dem gesamten Messe-Gelände und - nicht zu vergessen - das Erlegen der letzten verbliebenen Messe-Schnäppchen. ^o^


Ja, es klingt überschaubar und ist dennoch ausgesprochen Zeitaufwendig, womit ich nun auch bei meinem zweiten Kernthema für meinen Beitrag wäre:

Die Menschen auf der Messe und ihre speziellen Eigenarten ...


Zwei mal "Kein Touchscreen"... Ach, in der modernen Welt hat man es auch nicht leicht.^^'
Zwei mal "Kein Touchscreen"... Ach, in der modernen Welt hat man es auch nicht leicht.^^'

Also der Mensch ist ja schon eine interessante Spezies. Und ich habe schon so meine guten Gründe, warum ich ihn für meine Geschichten gern als Studienobjekt zweckentfremde.^.~

Richtig spannend werden diese Studien aber erst, wenn man den zivilisierten Menschen in ein soziales Gefüge bringt, in unserem Fall die Leipziger Buchmesse 2015. ^-^


Damit meine ich ein überdachtes Gelände, randvoll bis überfüllt mit Menschen unterschiedlichen Alters in unregelmäßiger, aber stetiger Bewegung bei zum Teil meeresrauschenartiger Lautstärke.


Es ist zwar nur ein Klischee, doch Menschen, die viel lesen, gelten gemeinhin ja gern als kultivierter.


Ätsch, bätsch, denkste!


Unsere Erfahrung mit solchen kultivierten Menschen - in der Regel mittleren bis höheren Alters und nicht sonderlich mit dem Treiben junger (Comic/Manga/Fantasy affiner) Menschen vertraut - fing schon vor unserem betreten der Messe an.

Also wir in unseren unauffällig Blau und Neongrünen Hexenkater-T-Shirts wussten sehr wohl, wie man sich an der Schlange zur Garderobe anstellt, ohne die bereits anstehenden Leute zu übersehen ... ^.^'


Man sollte ja meinen, wenn - so wie auf der Leipziger Buchmesse - jede Menge Menschen auf engstem Raum unterwegs sind, wäre man als Messeteilnehmer dazu bereit, eine gewisse Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen. Also nur aus reinem Selbsterhaltungstrieb - oder so ... Doch nein. Es wird sich ohne zu zögern auf bereits belegte Sitzplätze gedrängelt und die etwas irritierten Gesichter der dort schon vorhandenen Gruppe werden ignoriert.

Ja ich weiß, wenn man ein gewisses Alter hat, kann man nicht mehr so. Dagegen will ich auch nichts sagen. Aber ein "Entschuldigen Sie bitte, könnte ich mal ..." betrachte ich dennoch nicht als zu viel verlangt - speziell dann, wenn man sich nach der heimtückischen Sitzplatzeroberung noch über diese unverholene Jugend pikieren kann ... -.-' *seufz*


Sehr spannend finde aber auch das Emanzipationsbewusstsein, das viele Frauen (jeden Alters) seit einiger Weile entwickeln, wenn sie auf öffentliche Toiletten gehen. Gut, wenn Frauunbedingt im Stehen pinkeln will, soll sie es machen. Ich für meinen Teil durfte die Erfahrung machen, dass das nicht wirklich so mein Ding ist.

Interessant ist nun jedoch Folgendes: Seit Dekaden predigen wir den Herren "Klapp doch bitte die Klobrille hoch, wenn du schon im Stehen pinkelst." Es gibt da sogar diese lustigen Schilder, Sticker und ganze Anleitungen. Doch was glaubt ihr machen die Damen ...?

Also, ich vermute jetzt mal ganz frech, nicht mehr lange und diese Dinge hängen auch auf dem öffentlichen Damenklo. ^-^


Ach ja, und wenn ihr jetzt schon aus dem "Igitt, wie ist das eklig"-Quietschen nicht mehr herauskommt ... Jei hat mir auf der Messe das Folgende gesteckt: In einem gewöhnlichen Waschlappen in der ach so lupenreinen (Lebensmittel)Küche sind mehr Keime und Bakterien als auf einer gut besuchten Toilettenbrille! ^o^


Aber gut jetzt! Die Messe hat echt Spaß gemacht. Aber, Leute, so etwas muss doch wirklich nun nicht sein ... ^.^'

Und weiter geht's ...


Nun denn, ich hoffe ich habe euch genug zum Denken und vielleicht auch überdenken angeregt. ^.^'


Denn meine Gedanken zur Leipziger Buchmesse gehen in Kürze in die dritte und garantiert weniger unappetitliche Runde. Hier erfahrt ihr dann endlich, warum genau ich gerade den Messe-Samstag in diesem Beitrag ausgelassen habe und was die Leipziger-Messe für uns bzw. mich als Autorin eigentlich gebracht hat. ^.~


Eure Platti


Nachtrag:

Hier kommt ihr zu meinen anderen beiden Beiträgen zur Leipziger Buchmesse 2015!

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