· 

Mehr "Privat!" durch Öffentlichkeit

Offiziell ist heute mein erster Urlaubstag und, wie versprochen, nutze ich gleich einmal die Gelegenheit, mir für euch etwas Zeit zu nehmen. Bevor ich jedoch zu den angedrohten Themen komme, habe ich noch etwas Aktuelles für euch aufgetrieben, das ich nur ungern unter den Tisch fallen lassen möchte.

Status: unverändert

Bereits vor einigen Wochen habe ich mich in dem Beitrag "Zugesehen wird immer" zu den nicht unbedingt erwünschten, jedoch allgegenwärtigen Mitlesern unseres privaten Verhaltens im Internet geäußert und auf ein sehr aufschlussreiches Erklär-Video verwiesen. 

 

Das war im vergangenen August und ist somit nun ganze 4 Monate her. Sieht man zudem einmal davon ab, dass die NSA Überwachung schon damals ein abgegriffenes Thema war und sich bereits zu diesem Zeitpunkt in puncto Aufklärung wenig seitens unserer Regierung getan hat, ist bis heute diesbezüglich nicht wirklich was passiert.

 

Gut, es ist nicht einfach, gleichzeitig Wahlkampf zu führen und Koalitionen zu bilden... Da kann vor lauter Diskutieren und Klausulieren schon einmal das Offensichtliche unter den Tisch geraten. Schließlich laufen unsere Grundrechte ja nicht weg und sind in unserem Grundgesetz (z.B. Art. 10 - Brief- und Fernmeldegeheimnis) bereits niedergeschrieben.

Sicher, vielleicht wäre es ab und zu auch einmal angebracht, unsere internationalen "Best Friends" auf unser besonderen Gepflogenheiten hinzuweisen. Doch man weiß andererseits ja nie, welche geheimen Botschaften sich in meinen unverschlüsselten Weihnachtsgrüßen an Freunde und Verwande so verstecken könnten. Gerade die deutsche Sprache ist bekanntlich sehr variabel und vielseitig, mit all diesen Deklinationen und Konjugationen... Von den ganzen Rechtschreibreformen fange ich gar nicht erst an.

Schon klar, dass außenstehende dahinter früher oder später ein ausgeklügeltes System der Kodierung vermuten könnten...

 

Wie dem auch sei. Ich bin nicht die Einzige, der diese unauffällige Tatenlosigkeit in Hinblick auf unsere Privatshäre etwas merkwürdig erscheint. 

Der Aufruf

Vergangenen Dienstag war es dann so weit. 560 Schriftsteller aus 83 Lädern taten weltweit in 32 Zeitungen ihren Wunsch nach einer Internationalen Konvention der digitalen Rechte kund. Die Autoren riefen damit zum Protest gegen die systematische Überwachung im Internet durch diverse Geheimdienste auf und beklagten das Veletzen demokratischer Prinzipien und Grundrechte.

Quelle: FAZ.net

 

Den kompletten Aufruf der Schriftsteller lest ihr online auf den Seiten der Frankfurter Algemeine am besten selbst nach. Ich dachte mir nur, ihr solltet Bescheid wissen. ^.~

 

Eure Platti 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0